Kombucha aus dem Supermarkt: Wie echt ist er wirklich?

Von Alessandro Parini · · 12 Min. Lesezeit

Klare, gefilterte Kombucha-Flasche ohne Etikett neben einem Glas mit lebendem Kombucha, Teepilz und Hefefäden

Kombucha aus dem Supermarkt ist manchmal echter, lebendiger Kombucha und manchmal ein filtriertes, erhitztes Teegetränk mit Kohlensäure, das nur noch den Namen trägt. Beides steht oft im selben Regal, zum selben Preis, und das Etikett verrät dir in 30 Sekunden, was du gerade in der Hand hältst. Ich habe die Schweizer Regale von Migros und Coop durchgesehen, die Zutatenlisten gelesen und die Preise pro Liter ausgerechnet. Hier ist das Ergebnis, fair und ohne Schwarzmalerei.

Was «echten» Kombucha ausmacht

Echter Kombucha entsteht, wenn gesüsster Schwarz- oder Grüntee mit einem SCOBY vergärt, einer lebendigen Gemeinschaft aus Hefen und Essigsäurebakterien. Die Hefen machen aus dem Zucker etwas Alkohol und Kohlensäure, die Bakterien verwandeln einen Teil des Alkohols in Säure[2]. Was der SCOBY genau ist und warum er im Volksmund «Teepilz» heisst, erklärt unser Überblick Was ist Kombucha?.

Der internationale Branchenverband Kombucha Brewers International beschreibt traditionell fermentierten Kombucha genau so: Tee, Zucker, SCOBY, und keine Wärmebehandlung nach der Gärung[1]. Alles, was danach passiert, nennt der Verband «zusätzliche Verarbeitungsschritte». Und genau dort trennt sich das Regal.

Wie Kombucha für das Supermarktregal entsteht

Ein lebendiges Getränk ist für den Handel ein schwieriges Produkt. Es gärt in der Flasche weiter, wird saurer, baut Druck auf und bildet mehr Alkohol. Wer Tausende Flaschen über Monate in ungekühlte Regale stellen will, muss diesen Prozess bremsen oder ganz stoppen. Die Branche hat dafür eine ganze Werkzeugkiste, und ihr eigener Verhaltenskodex listet sie offen auf[1]:

Verfahren Was passiert Warum der Hersteller das macht
Filtrieren Hefen und Trübstoffe werden herausgefiltert, ab 0,45 Mikrometer spricht man von steril gefiltert klare Optik, weniger Nachgärung in der Flasche
Pasteurisieren Erhitzen tötet Hefen und Bakterien ab stoppt die Gärung, macht die Flasche ungekühlt lange haltbar
Entalkoholisieren Alkohol wird nach der Gärung technisch entfernt sicher unter der Grenze für «alkoholfrei» bleiben
Verdünnen, Konzentrat eine starke Kombucha-Basis wird mit Wasser oder Saft aufgefüllt ein Grundansatz für viele Sorten und grosse Mengen
Karbonisieren Kohlensäure wird beim Abfüllen eingepresst gleichmässiges Prickeln, unabhängig von der Gärung
Nachsüssen, Aromatisieren Saft, Zucker, Süssungsmittel oder Aromen kommen nach der Gärung dazu milderer, limonadenähnlicher Geschmack

Wichtig ist der Gedanke dahinter: Keines dieser Verfahren ist verboten oder gefährlich. Sie lösen echte Probleme, vor allem beim Alkohol und bei der Haltbarkeit. Sie verändern aber, was am Ende in der Flasche ist. Ein pasteurisierter Kombucha schmeckt noch nach Kombucha, ist aber kein lebendiges Getränk mehr.

Lebendig oder nicht? Was Studien in Regalflaschen finden

Hier kommen zwei hartnäckige Annahmen ins Wanken: dass gekaufter Kombucha immer «tot» sei, und dass «mit lebenden Kulturen» auf dem Etikett etwas garantiere. Beides stimmt so nicht.

Eine Studie der Oregon State University hat 39 Kombuchas aus dem Handel untersucht. 82 Prozent enthielten kultivierbare Hefen oder Bakterien, waren also tatsächlich lebendig. Nur 6,3 Prozent der normalen Kombuchas kamen aber auf mehr als eine Million Keime pro Milliliter, und Flaschen mit «live»- oder «probiotic»-Aufschrift hatten nicht mehr lebende Zellen als Flaschen ohne solche Hinweise[5].

Eine zweite Untersuchung aus Minnesota fand in vier von zwölf Produkten keine lebenden Kombucha-Kulturen mehr, vermutlich wegen Pasteurisierung oder anderer Schritte, mit denen die Gärung beendet wurde. Drei dieser vier enthielten nur noch zugesetzte Bacillus-Bakterien[4].

Ausgerechnet die «lebendige» Flasche Das einzige Produkt der Minnesota-Studie, in dem überhaupt keine lebenden Zellen mehr nachweisbar waren, hiess wörtlich «Live Probiotic Kombucha»[4]. Ein Produktname ist eben kein Laborbefund.

Dieses Bacillus lohnt einen zweiten Blick, denn es steht auch auf Schweizer Etiketten. Bacillus coagulans gehört nicht zur klassischen Kombucha-Gemeinschaft. Es bildet Sporen, die Verarbeitungsschritte überstehen, an denen Kombucha-Hefen und Essigsäurebakterien scheitern[4]. Wenn es auf der Zutatenliste steht, wurde es bewusst zugegeben. Was das für deinen Körper bedeutet, ist eine eigene Frage, die wir im Beitrag Ist Kombucha gesund? ehrlich durchgehen.

Der Alkohol-Haken: warum Hersteller so viel Aufwand treiben

Wer verstehen will, warum Kombucha so stark verarbeitet wird, muss beim Alkohol anfangen. In der Schweiz darf ein Getränk mit bis zu 0,5 Volumenprozent Alkohol als «alkoholfrei» bezeichnet werden, eine Pflicht zur Alkoholangabe gilt erst ab 1,2 Prozent[2][3]. Lebendiger Kombucha liegt aber oft genau im Graubereich dazwischen.

Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat 2022 zwölf Kombuchas aus Bioläden und von Grossverteilern gemessen. Ergebnis: 0,2 bis 0,9 Prozent, und sechs von zwölf lagen über der 0,5-Prozent-Linie, vier davon unpasteurisierte Schweizer Produkte. Beanstandet wurde keine Probe, weil alle unter der Deklarationsgrenze von 1,2 Prozent blieben. Spannend ist ein Detail: Eine unpasteurisierte Flasche stieg nach dem Öffnen innert der empfohlenen fünf Tage von 0,84 auf 1,05 Prozent, obwohl sie korrekt im Kühlschrank stand[2]. Das Kantonale Labor Zürich fand im selben Jahr zwei als alkoholfrei verkaufte Kombuchas mit rund 1,5 Prozent, weil die Gärung nicht früh genug gestoppt worden war[3].

Genau deshalb pasteurisieren, filtern oder entalkoholisieren so viele Hersteller: Ein lebendiges Getränk lässt sich schlecht auf einen fixen Wert unter 0,5 Prozent festnageln. Wie viel Alkohol in selbst angesetztem Kombucha steckt und wie du ihn tief hältst, steht im Beitrag Kombucha, Alkohol und Koffein.

Im Schweizer Regal: Migros und Coop im Detail

Genug Theorie. Ich habe im November 2026 die Online-Sortimente der beiden Grossverteiler durchgesehen. Bei Denner und Lidl Schweiz lieferte die Online-Suche nach «Kombucha» zu diesem Zeitpunkt keinen Treffer. Das findest du bei Migros und Coop, umgerechnet auf den Liter:

Produkt (Laden) Packung und Preis Preis pro Liter Was die Zutatenliste zeigt
Carpe Diem Kombucha Classic (Migros) 4 x 500 ml, CHF 7.45 CHF 3.73 Kräutertee-Aufguss, Rübenzucker, Kohlensäure, Kombucha-Kulturen und Lactobazillen, Acerola
Prager's Kombucha Original (Migros) 330 ml, CHF 2.60 CHF 7.88 Grüntee, Zucker, Kombuchakulturen, zugesetzter Bacillus coagulans
Urban Kombucha Grüntee & Ingwer (Coop) 33 cl, CHF 2.80 CHF 8.48 Bio, in der Schweiz hergestellt, «gefiltert», Ascorbinsäure, ungekühlt lagerbar
Remedy Kombucha (Migros) 250 ml, CHF 2.30 CHF 9.20 mit Kohlensäure versetztes Mineralwasser, Erythrit, Steviolglykoside, Aromen
Karma Kombucha Acerola & Ginger (Coop) 330 ml, CHF 3.20 CHF 9.70 Glukose, Rohrzucker, Apfelessig, Kohlendioxid, in Polen hergestellt, gekühlt
Junglebrothers Kombucha Naked (Migros, regional) 330 ml, CHF 4.50 CHF 13.64 Wasser, Zucker, Grün- und Schwarztee, Kombuchakultur, Bio aus Basel

Quellen der Preise und Zutaten: Migros[7][8][9][10] und Coop[11][12]. Aktionen und Sortimente ändern sich, die Grössenordnung bleibt.

Drei Dinge sind mir dabei aufgefallen. Erstens: Die mit Abstand günstigste Flasche, Carpe Diem, basiert laut Zutatenliste auf einem Kräutertee und nicht auf Schwarz- oder Grüntee. Migros bestätigt, dass das Getränk pasteurisiert ist und kein Koffein enthält, vergoren wird es unter anderem mit ausgewählten Lactobazillen[6]. Das ist eine legitime Rezeptur, aber eine andere als klassischer Kombucha.

Zweitens: Bei Remedy und Karma sieht man die moderne Getränketechnik im Kleingedruckten. Remedy nimmt Mineralwasser, das bereits mit Kohlensäure versetzt ist, und süsst mit Erythrit und Stevia nach[9]. Karma listet neben Rohrzucker auch Glukose, Apfelessig und Kohlendioxid[12]. Beides ist klar deklariert und erlaubt, ein Prickeln aus der Gärung allein ist es eben nicht.

Drittens, und das freut mich als Produzent: Es gibt sie auch im Grossverteiler, die kurzen Zutatenlisten. Junglebrothers aus Basel braut nach eigenen Angaben unpasteurisiert und bittet darum, die Flaschen kühl zu halten[15]. Auf der Zutatenliste stehen nur Wasser, Zucker, Tee und Kombuchakultur, bei 3,9 g Zucker pro 100 ml[10]. Das ist echter Kombucha, mit dem Preis eines handwerklichen Produkts.

So liest du das Etikett in 30 Sekunden

Du brauchst kein Labor, um eine Flasche einzuordnen. Ich schaue im Laden immer auf dieselben fünf Punkte:

Worauf achten Gutes Zeichen Eher Vorsicht
Zutatenliste Wasser, Tee, Zucker, Kombuchakultur, fertig Glukose-Fruktose-Sirup, Aromen, Konzentrat, Süssungsmittel
Tee Schwarz- oder Grüntee genannt nur Kräutertee oder «Teeextrakt»
Kohlensäure keine separate Angabe, Prickeln aus der Gärung «Kohlensäure», «Kohlendioxid» oder karbonisiertes Wasser als Zutat
Lagerung Kühlregal, «gekühlt aufbewahren», kurze Haltbarkeit ungekühlt, monatelang haltbar, «pasteurisiert»
Zucker pro 100 ml bis rund 5 g deutlich mehr, oder Süssungsmittel wie Erythrit und Stevia

Zum Zucker eine Einordnung: Die deutsche Verbraucherzentrale nennt für Kombucha im Schnitt rund 5 g pro 100 ml, manche Produkte kommen aber auf bis zu 10 Prozent, also so viel wie Limonade[13]. Carpe Diem Classic liegt bei 5,5 g[14].

Zwei Punkte betone ich besonders. Erstens: «Mit lebenden Kulturen» ist ein Werbesatz, kein Messwert. Die Studie aus Oregon fand zwischen Flaschen mit und ohne solche Hinweise keinen Unterschied bei den lebenden Keimen[5]. Zweitens: Das Kühlregal ist der ehrlichste Hinweis im ganzen Laden. Wer unpasteurisiert abfüllt, muss kühlen, sonst gärt die Flasche weiter, das zeigt der Basler Befund ziemlich deutlich[2].

Was kostet der Liter, gekauft oder angesetzt?

Jetzt zum Portemonnaie, denn hier wird der Unterschied am greifbarsten. Im Schweizer Regal zahlst du für Kombucha grob CHF 3.70 bis knapp 10 pro Liter, für handwerklichen Craft-Kombucha auch über CHF 13 (siehe Tabelle oben).

Selbst angesetzt sieht die Rechnung so aus. Pro Liter brauchst du 2 Teebeutel oder 5 g Tee und 70 bis 80 g Zucker. Bei Migros kostet ein Kilo M-Budget Feinkristallzucker CHF 1.50[16], 75 g sind also gut 11 Rappen. 100 g M-Budget Schwarztee kosten 85 Rappen[17], 5 g davon also rund 4 Rappen. Mit Budget-Zutaten landest du bei etwa 15 Rappen, mit Markentee bei rund 25 Rappen pro Liter. Mit diesem Wert rechne ich, um ehrlich zu bleiben.

Variante Preis pro Liter Faktor zu selbst gemacht
Selbst angesetzt (Tee und Zucker) rund CHF 0.25 1
Günstigste Regalflasche (Carpe Diem, 4er-Pack) CHF 3.73 rund 15-mal teurer
Typische 33-cl-Flasche (Prager's, Urban) CHF 7.88 bis 8.48 über 30-mal teurer
Craft-Kombucha aus Basel CHF 13.64 über 50-mal teurer

Dazu kommt einmalig der SCOBY mit Starterflüssigkeit. Er verbraucht sich nicht, sondern bildet mit jedem Ansatz eine neue Schicht und liefert dir den Starter für den nächsten Liter gleich mit. Gegenüber einer typischen 33-cl-Flasche sparst du rund CHF 7.60 pro Liter, nach rund vier Litern hat sich der Kauf also gerechnet. Selbst im Vergleich zur günstigsten Flasche ist es nach gut acht Litern so weit. Danach trinkst du praktisch zum Preis von Tee und Zucker, und rund 10 Minuten Arbeit pro Liter sind auch schon alles. Wie das konkret geht, zeigt die Anleitung Kombucha selber machen.

Ehrlich bleiben: Wann die Flasche völlig okay ist

Damit es fair bleibt: Kombucha aus dem Supermarkt ist kein schlechtes Produkt, und ich würde niemandem die Flasche aus der Hand nehmen. Es gibt gute Gründe, zur gekauften zu greifen:

  • Unterwegs und spontan. Für einen Ausflug oder das Mittagessen im Büro ist die Flasche schlicht praktisch.
  • Zum Kennenlernen. Wer noch nie Kombucha getrunken hat, findet mit einer Flasche heraus, ob ihm der säuerliche Geschmack überhaupt gefällt.
  • Wenn Alkohol ein Thema ist. Ein pasteurisiertes oder entalkoholisiertes Produkt ist berechenbarer als ein lebendiges, das im Kühlschrank weitergärt. Das zeigt gerade der Basler Befund[2].
  • Wenn du einfach eine leichte Limonade willst. Auch das ist ein legitimer Wunsch, nur eben ein anderer als echter Kombucha.

Der Unterschied liegt in Lebendigkeit, Zutaten, Kontrolle und Preis. Wer ein unkompliziertes, prickelndes Teegetränk sucht, ist mit einer guten Flasche gut bedient. Wer genau wissen will, was drin ist, Säure und Süsse selbst bestimmen möchte und für einen Viertelfranken pro Liter trinken will, kommt an einem eigenen SCOBY nicht vorbei.

Quellen

  1. Kombucha Code of Practice (Definition traditionell fermentierter Kombucha, Filtration, Pasteurisierung, Entalkoholisierung, Verdünnung, Konzentrat, eingepresste Kohlensäure), Kombucha Brewers International, laufend aktualisiert: https://kombuchabrewers.org/Kombucha-code-of-practice/
  2. Korrekt deklarierter Alkoholgehalt bei Kombucha (12 Proben, 0,2 bis 0,9 % vol, sechs über 0,5 %, fünf unpasteurisiert mit lebenden Kulturen, Anstieg nach dem Öffnen, Grenzen 0,5 und 1,2 %), Kantonales Laboratorium Basel-Stadt, 2022: https://www.bs.ch/news/2022-korrekt-deklarierter-alkoholgehalt-bei-kombucha
  3. «Dörfs es bitzeli meh sii?»: bei Getränken mit 0.0 % Alkohol ist auch schon mal mehr drin (zwei «alkoholfreie» Kombuchas mit rund 1,5 % vol, «alkoholfrei» bis 0,5 % vol), Kanton Zürich, Kantonales Labor, 2022: https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/mitteilungen/2022/gesundheit/lebensmittel/-doerfs-es-bitzeli-meh-sii-----bei-getraenken-mit-0-0---alkohol-.html
  4. O'Sullivan & O'Sullivan, Viability and Diversity of the Microbial Cultures Available in Retail Kombucha Beverages in the USA (4 von 12 Produkten ohne lebende Kombucha-Kulturen, zugesetzter Bacillus, «Live Probiotic Kombucha» ohne lebende Zellen), Foods, 2024: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC11172315/
  5. Harrison et al., Live, Probiotic, or Neither? Microbial Composition of Retail-Available Kombucha and «Hard» Kombucha (39 Produkte, 82,1 % lebendig, 6,3 % über 10⁶ KBE/ml, kein Unterschied nach Etikettenhinweis), Beverages, 2023: https://www.mdpi.com/2306-5710/9/3/59
  6. Migipedia, Carpe Diem Kombucha Classic, Fragen und Antworten (pasteurisiert, ohne Koffein, Gärung mit Lactobazillen), Migros: https://migipedia.migros.ch/en/carpe-diem-kombucha-classic?community=qanda
  7. Migros, Carpe Diem Kombucha Classic 4 x 500 ml (Preis, Zutaten): https://www.migros.ch/de/product/122001600000
  8. Migros, Prager's Kombucha Original 330 ml (Preis, Zutaten inkl. Bacillus coagulans): https://www.migros.ch/de/product/120265700000
  9. Migros, Remedy Kombucha Mango-Passion 250 ml (Preis, Zutaten inkl. Erythrit, Steviolglykoside): https://www.migros.ch/de/product/120254900000
  10. Migros, Junglebrothers Kombucha Naked 330 ml (Preis, Zutaten, Zucker 3,9 g pro 100 ml): https://www.migros.ch/de/product/130711100000
  11. Coop, Urban Kombucha Grüntee & Ingwer 33 cl (Preis, Zutaten, gefiltert, Lagerung, Produktionsland Schweiz): https://www.coop.ch/de/lebensmittel/getraenke/soft-drinks/cola-limonaden/uebrige-limonaden/urban-kombucha-gruentee-ingwer/p/6668990
  12. Coop, Karma Kombucha Acerola & Ginger 330 ml (Preis, Zutaten, Produktionsland, Lagerung): https://www.coop.ch/en/food/drinks/soft-drinks/cola-limonades/other-limonades/karma-kombucha-acerola-ginger/p/6961491
  13. Kombucha: Das sollten Sie über das Teegetränk aus Asien wissen (Zucker im Schnitt 5 g pro 100 ml, bis 10 %), Verbraucherzentrale, 2026: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/kennzeichnung-und-inhaltsstoffe/kombucha-13938
  14. Open Food Facts, Carpe Diem Kombucha Classic (Zucker 5,5 g pro 100 ml): https://world.openfoodfacts.org/product/9008700193634
  15. Junglebrothers Kombucha, Crowdfunding-Projekt 2023 (unpasteurisiert, Flaschen kühl lagern, Bio, Basel), wemakeit, 2023: https://wemakeit.com/projects/junglebrothers-kombucha-2023
  16. Migros, M-Budget Feinkristall-Zucker 1 kg (CHF 1.50, Grundlage der Selbstkosten): https://www.migros.ch/de/product/102040100000
  17. Migros, M-Budget Schwarztee 100 g (CHF 0.85, Grundlage der Selbstkosten): https://www.migros.ch/de/product/107034900000

Lieber lebendig und für einen Viertelfranken?

Wenn du Kombucha willst, bei dem du jede Zutat kennst, der lebendig bleibt und bei dem du selbst entscheidest, wie sauer und wie spritzig er wird, brauchst du nur einen gesunden SCOBY und einen kräftigen Starter. Unser Kombucha-Pilz (SCOBY) mit 100 ml Starter kommt aus eigener Produktion in der Schweiz, nie pasteurisiert, für CHF 29 inklusive Versand per A-Post, Kurzanleitung und Gelingt-Garantie.

Häufige Fragen

Ist Kombucha aus dem Supermarkt echter Kombucha?
Manchmal ja, oft nur teilweise. Es gibt Flaschen, die nur aus Tee, Zucker und Kombuchakultur bestehen und unpasteurisiert gekühlt verkauft werden. Viele Produkte werden aber nach der Gärung gefiltert, pasteurisiert, mit Kohlensäure versetzt oder mit Süssungsmitteln und Aromen ergänzt. Die Zutatenliste zeigt dir, welche Sorte du in der Hand hast.
Ist gekaufter Kombucha pasteurisiert?
Das hängt vom Produkt ab. Migros bestätigt zum Beispiel, dass ihr Carpe Diem Kombucha Classic pasteurisiert ist, während kleine Schweizer Brauereien bewusst darauf verzichten und ihre Flaschen gekühlt verkaufen. Ein Kantonslabor fand 2022 unter zwölf Proben fünf unpasteurisierte mit lebenden Kulturen.
Enthält Kombucha aus dem Laden noch lebende Kulturen?
Viele Flaschen ja, aber nicht alle und oft in kleinen Mengen. In einer US-Studie mit 39 Produkten enthielten 82 Prozent kultivierbare Hefen oder Bakterien, eine andere fand in vier von zwölf Produkten keine lebenden Kombucha-Kulturen mehr. Ein Hinweis wie «mit lebenden Kulturen» auf dem Etikett garantiert das nicht.
Muss Kombucha aus dem Supermarkt gekühlt werden?
Unpasteurisierter Kombucha gehört in den Kühlschrank, sonst gärt er in der Flasche weiter und bildet mehr Säure und Alkohol. Pasteurisierte oder steril gefilterte Flaschen sind dagegen ungekühlt haltbar. Ob ein Produkt im Kühlregal steht, ist deshalb ein guter erster Hinweis.
Hat Kombucha aus dem Supermarkt Alkohol?
Fast immer ein bisschen. Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt mass 2022 in zwölf Kombuchas 0,2 bis 0,9 Volumenprozent, sechs lagen über der Grenze von 0,5 Prozent, bis zu der ein Getränk in der Schweiz als «alkoholfrei» gelten darf. Deklariert werden muss Alkohol erst ab 1,2 Prozent.
Ist selbst gemachter Kombucha günstiger als gekaufter?
Deutlich. Im Schweizer Regal kostet der Liter grob CHF 3.70 bis knapp 10, Craft-Kombucha auch über CHF 13. Selbst angesetzt zahlst du für Tee und Zucker rund 25 Rappen pro Liter, und der SCOBY wächst mit jedem Ansatz weiter.